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Bella Risa engagiert sich für Kinder in der Karibik

«Bella Risa» heisst schönes Lächeln. Und zu einem schönen Lachen gehören gesunde Zähne und Zahnfleisch. Dank dem Erfolgsmodell der Schweizer Schulzahnpflege werden bereits im Kindesalter die wichtigsten Grundlagen zur Förderung der oralen Gesundheit vermittelt. Doch das ist nicht überall auf der Welt so!

Hilfsgüter gehen über den Atlantik

Fotos: Bella Risa

«Bella Risa» heisst die Initiative der Sempacher Dentalhygienikerin (DH) und Willisauer Schulzahnpflegeinstruktorin Daniela Frey Perez. In ihrem Beruf setzt sie sich täglich für die Mundgesundheit der Jugend hierzulande ein – und seit über sieben Jahren auch für Kinder in der Karibik. Was mit einer spontanen Idee und 400 Zahnbürsten im Reisekoffer anfing, entwickelte sich bis heute zu einem kleinen, seriösen Sozialprojekt.

Das Paradies hat zwei Seiten

Wer kennt sie nicht, die tollen Bilder von weissen Sandstränden, wunderschönen Sonnenuntergängen oder glasklarem Meerwasser. Die Karibik ist wahrlich ein Touristenmagnet. Doch wenn man hinter die Kulissen schaut und den gigantischen All-Inklusiv Hotelanlagen den Rücken kehrt, sieht es anders aus. Genau das macht Daniela Frey Perez: «Als Schweizerin habe ich das Privileg, in den schönen, aber eben auch von Armut betroffenen, Ländern Urlaub zu machen. Mit meinem Engagement möchte ich etwas zurückgeben.»

So fing alles an

Es war ein spontaner Einfall, der 2011 die Geburtsstunde von Bella Risa war. In den Ferien in der Dominikanischen Republik erzählte die DH dem Hotelpersonal, dass sie in der Schweiz beruflich Zahnprophylaxe-Schulungen macht. Jemand sagte aus Spass, das könnte sie doch auch hier anbieten. Sechs Monate später kehrte sie mit einem Koffer voller Zahnbürsten zurück und das Projekt nahm seinen Lauf.

Ziele von Bella Risa

Angeknüpft ans Erfolgsrezept der Schweizer Schulzahnpflege expandierte Bella Risa nach den gleichen Ansätzen und dem Motto «Vorbeugen ist besser als heilen» in die Karibik. Ziel des Sozialprojektes ist es, Kinder und Erwachsene in armen Ländern für eine gute orale Hygiene und gesunde Essgewohnheiten zu sensibilisieren. In Schulen und Waisen- bzw. Kinderheimen wird über Mundhygiene, Ernährung, Karies, Zahnfleischentzündung etc. informiert und instruiert, wie man sich richtig die Zähne putzt. Vor Ort werden neben den Kindern auch die einheimischen Lehrpersonen und Betreuerinnen geschult. Dabei findet eine enge Zusammenarbeit mit den Schul- und Heimleitungen statt.

Das Wissen fehlt

Generell ist die Hygiene in von Armut betroffenen Ländern öfter mangelhaft – meist aufgrund von fehlendem Wissen. Die Vermittlung dieses Wissens ist ein Hauptziel von Bella Risa. Für Daniela Frey Perez ist die Hilfe zur Selbsthilfe das Wichtigste. Denn oft kommt das fehlende Verständnis für die Zahnpflege noch aus der früheren Erziehung – und wie soll man etwas weiter geben, was man selber nicht gelernt hat?! Daniela Frey Perez merkt, dass im Ausland der Präventionsunterricht der Schweiz bewundert wird. Bella Risa ist auf dem richtigen Weg.



Ausweitung auf Haiti

Seit 2014 engagiert sich Bella Risa auch in Haiti. Zuerst unspezifisch, seit 2015 fixiert auf ein Kinderheim in Port au Prince. Auch einige Jahre nach dem schweren Erdbeben ist die Armut in Haiti allgegenwärtig. Daniela Frey Perez: «Wenn man heute durch die Hauptstadt von Haiti fährt und alles mit eigenen Augen sieht, könnte man meinen, das Erdbeben wäre nicht im Jahr 2010, sondern erst kürzlich gewesen. Viele Häuser, Kirchen oder Plätze sind noch immer Schutt und Asche. Man kennt die Bilder aus den Nachrichten, aber live berührt einen diese Armut noch mehr. Haiti ist noch lange nicht über den Berg. Es gibt immer wieder Demonstrationen und Aufstände. Die Zukunft ist sehr ungewiss. Die Kinder im Heim haben keine Perspektive für eine sichere Zukunft. Ich habe immer ein lachendes und ein weinendes Auge, wenn ich über Haiti spreche.»
Was im Oktober 2016 als Pilotprojekt begann ist nun fester Bestandteil von Bella Risa. Eine Einheimische wurde so geschult, dass diese regelmässig und selbständig das Heim als Zahnpflegeinstruktorin besucht. Per WhatsApp bekommt Daniela Frey Perez Fotos und Videos. Sie ist sich sicher: «Mit jährlich einer Kiste neuer Zahnbürsten erreicht man nichts. Die Zahnpflege soll für die Kinder zur Routine werden und das Projekt soll nachhaltig sein. Bella Risa kann mit der Verbesserung der Mundhygiene einen Beitrag zum oft mühsamen Adoptionsprozedere beitragen. Denn Kinder mit stark kariösen Zähnen und damit verbundenen Auswirkungen auf die Allgemeingesundheit können schlechter oder gar nicht vermittelt werden.»

Rückblick Reise 2018

Im Herbst 2018 reiste Daniela Frey Perez in die Dominikanische Republik. Statt einzelne Schulklassen zu besuchen, wurde erstmals ein grosser Event in einer Schule in Santo Domingo organisiert. Über 400 Kinder und 200 Erwachsene waren anwesend. Nach der Vorstellung des Projektes wurde das Publikum mit Hilfe von elf Kindern darin instruiert, wie man sich richtig die Zähne putzt und weshalb. Als einzige Blondine mit weisser Hautfarbe waren natürlich stets alle Augen auf die DH gerichtet. Rückblickend bestätigt sie: «Ich war sehr nervös, auch weil ich zuvor noch nie vor so vielen Menschen auf Spanisch gesprochen habe. Ich bin aber sehr stolz, denn es konnten wieder viele Kinder erreicht werden.»
Die DH gehört mittlerweile im Hotel zu den Stammgästen. Und wenn das Wetter wie im Herbst, als Hurrikan Michael in Richtung USA unterwegs war, schlecht ist und man nicht viel unternehmen kann, gibt sie Zahnpflege-Schulungen am Strand. Wichtig ist ihr: «Ich verschenke nicht einfach Zahnbürsten, sondern zeige, wie man diese richtig braucht. Alle sind sehr motiviert und nehmen meine Tipps dankend an.»



Meilensteine und Erfolge

Bella Risa ist weit mehr als nur Zähneputzen. Viele denken, die Inselbewohner haben andere Sorgen und Probleme als ihre Zähne. Längst ist jedoch wissenschaftlich belegt, dass Erkrankungen in der Mundhöhle Auswirkungen auf die Allgemeingesundheit haben, so essen Kinder mit desolaten Zähnen nicht mehr richtig. Folge Mangelernährung! Es ergeben sich Defizite und Erkrankungen, weshalb es die Kleinen nicht auf eine Adoptionsliste schaffen. Ein echter Teufelskreis. Verfaulte Zähne sind auch für die Ästhetik ein Problem – also eine Einbusse der Lebensqualität sowie schlimmere Folgen. Ein Fass ohne Boden.

Hohe Transportkosten 

Bella Risa ist gewachsen. 2011 begann es mit 400 Zahnbürsten. Im Jahr 2018 waren es über 12‘000 Mundhygiene-Artikel. Heute geht alles per Schiffcontainer über den Atlantik. Mittlerweile auch Schulmaterial, Kleider, Spielsachen, Möbel usw. Die Dentalhygienikerin sagt, sie möchte noch viel mehr mitnehmen, aber oft fehlen die finanziellen Mittel oder es gibt immer wieder unvorhergesehene Probleme und somit Mehrkosten. Doch nach der Reise ist vor der Reise, es laufen bereits die Vorbereitungen für den diesjährigen Einsatz.

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DANKE für eine Spende, die sicher ankommt
Bella Risa ist ein nachhaltiges Projekt. Kaum ist die Dentalhygienikerin von einer Reise zurück, laufen auch schon die Vorbereitungen für die nächste an. Schön zu sehen, dass aus einer Idee, die im Spass entstanden ist, so ein grossartiges Projekt werden kann.
Das Ziel von Daniela Frey Perez ist es, die Einsätze für Bella Risa regelmässig zu wiederholen, um den Lerneffekt nachhaltig zu gewährleisten und weitere Schulen und Waisenhäuser zu besuchen.
Bis heute setzt sie ihr Projekt als Privatperson um und ohne Unterstützung durch eine lokale Organisation. Damit gewährleistet sie, dass die eingesetzten Gelder am richtigen Ort ankommen. Da hinter Bella Risa aber eben keine Organisation steht, ist Daniela Frey Perez auf finanzielle Mithilfe angewiesen und freut sich über jeden Zustupf, um das Projekt noch lange weiterführen zu können. Ohne externe Hilfe haben solche privaten Projekte keine Chance.

Spendenkonto für Projekt «Bella Risa»:
Daniela Frey Perez
E-Mail: daniela.frey@gmx.net
Raiffeisenbank, 6130 Willisau
IBAN CH32 8121 10000077 1580 7
Vermerk: Bella Risa

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