Wecken Sie den Optimisten in sich!

Im Unglück fühlt sich unser Gehirn zu Hause. Wenn es gilt, Probleme zu wälzen, eigene Unzulänglichkeiten zu entdecken oder Katastrophen zusammenzudichten, läuft es zur Höchstform auf. Oft reicht es schon, sich nur vorzustellen, was wir noch alles zu erledigen haben und schon sinkt die Stimmung. Ereignet sich dagegen etwas Positives, nimmt unser Gehirn kaum richtig Notiz davon.

Wecken Sie den Optimisten in sich!

Strong Roots – mit starken Wurzeln. Foto: iStock/Prostock-Studio


Diese Verzerrung in Richtung Negativität war in der Evolution einst nützlich, um unser Überleben zu sichern. Heute zieht sie uns jedoch häufig einfach nur runter. Und ist die Gemütslage im Keller, lähmt das erheblich unsere Leistungsfähigkeit. Was uns bei guter Laune leicht von der Hand geht, braucht jetzt ewig und fühlt sich wie eine riesige Last an. Wir können aber etwas dagegen tun, indem wir unser Gehirn zu mehr Optimismus umprogrammieren und unseren Fokus auf unsere Möglichkeiten richten, statt auf Schwierigkeiten.

Optimismus: Unverzichtbar, um resilient zu sein oder es zu werden
Eine Kompetenz, die beträchtlich auf unsere psychische Widerstandsfähigkeit einzahlt, ist die Fähigkeit, belastenden Umständen und Schwierigkeiten mit einer positiven Einstellung zu begegnen.

Was ist mit positiver Einstellung gemeint?
Es geht dabei nicht um Schönrederei, sondern darum, einseitige, stressinduzierte Sichtweisen auszugleichen und eine grössere Bandbreite von Erfahrungen anzuregen.
Resiliente Menschen können auch in Krisenzeiten mit einer gewissen Distanz auf die Gesamtsituation blicken und erkennen, was trotz aller Probleme gerade gut und vorteilhaft für sie verläuft. Probleme werden nicht ausgeblendet, sondern ein gesundes Gegengewicht zur negativen, schwächenden Sichtweise geschaffen. Energie und Aufmerksamkeit werden auf die positiven Ausnahmen gerichtet, das Gute im Schlechten als Chance gesehen und Möglichkeiten zu Wachstum bzw. Weiterentwicklung erkannt.
«Die Chance klopft öfter an als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause.» (William Rogers)

Positives Selbst- und Menschenbild
Optimistisch zu sein bedeutet auch, ein positives Selbst- und Weltbild zu haben. Dazu gehört:

  • uns unserer eigenen Fähigkeiten, Kompetenzen und Stärken bewusst zu sein.
  • uns selbst gut zureden zu können.
  • an uns selbst zu glauben.
  • davon überzeugt zu sein, dass wir auch schwierigste Situationen meistern können.
  • zu verstehen, dass Niederlagen von vorübergehender Natur sind.
  • darauf zu vertrauen, dass sich die Dinge zum Besseren entwickeln werden.

Damit schöpfen wir Kraft aus uns selbst heraus und gehen zuversichtlich an Krisen oder Veränderungen heran.

Optimismus kann man lernen
Der zentrale Schlüssel für die Entwicklung von Optimismus – auch in Krisenzeiten – ist die Art und Weise, wie wir unsere Energie und Aufmerksamkeit auf das lenken, was funktioniert und gut läuft. Das können wir üben: Stellen Sie sich – am besten täglich – die folgenden Fragen, um mehr Optimismus in Ihnen zu erwecken:

  • In welchen Momenten habe ich mich heute wohl gefühlt?
  • Was habe ich heute besser, leichter, angenehmer empfunden?
  • Was ist mir heute gut von der Hand gegangen? Was habe ich gut hinbekommen?
  • Welche meiner Stärken und Talenten konnte ich heute einsetzen?


Stärken Sie die Resilienz Ihres Teams
Resiliente Teams und Organisationen verstärken Optimismus und positive Selbsteinschätzung, in dem sie über Erfolge und positive Ereignisse reden, sie anerkennen und auch gemeinsam feiern. Sie sind sich der Begabungen, Talente und Kompetenzen der Mitarbeitenden bewusst und richten ihre Energie und Aufmerksamkeit auch in Krisenzeiten auf die Chancen und Möglichkeiten, die sich ihnen bieten.
Sie können sich selbst und anderen mehr Sicherheit geben, in dem Sie so oft wie möglich die Aufmerksamkeit auf die Stärken und auf gemeinsame, positive Erfahrungen und Gelungenes richten. Das ist insbesondere dann wichtig, wenn Ihr Team demotiviert und verunsichert ist.

Sie können z. B. so vorgehen:

  • Betonen Sie in persönlichen Gesprächen und Meetings immer wieder diejenigen Aspekte, die gut laufen, die funktionieren, die Ihnen oder anderen leicht von der Hand gehen.
  • Diskutieren Sie Probleme und Schwierigkeiten, doch suchen Sie gleichermassen mit Ihrem Team zusammen immer wieder auch nach den positiven Ausnahmen.
  • Seien Sie selbst bereit für Veränderungen und öffnen Sie sich für einen Neuanfang. Fragen Sie sich und Ihre Mitarbeitenden immer wieder: Was könnte an der jetzigen Situation einmal von Vorteil sein? Was gibt es jetzt zu lernen?

Optimistische Menschen sind gesünder, belastbarer, haben mehr Ausdauer und leben länger als Pessimisten. Das ergeben Studien aus der Glücksforschung. Glücklicherweise können wir Optimismus kultivieren und haben tatsächlich die Wahl, wie wir unseren Wahrnehmungsfilter einstellen. Der deutsche Journalist und Publizist Theodor Heuss hatte hierfür eine prägnante Guideline:
«Der einzige Mist, auf dem nichts wächst, ist der Pessimist.»

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