5. Apr. 2017

Meilenstein für CEREC in der Kieferorthopädie:

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Carmen Bornfleth


Mit CEREC Ortho 1.2 vollzieht Dentsply Sirona einen weiteren Schritt in der Digitalisierung der Kieferorthopädie. Nach der digitalen Abformung mit der CEREC Omnicam ist jetzt auch die Modellanalyse direkt an der CEREC Aufnahmeeinheit oder auf dem Praxis-PC möglich – ein Verfahren, das Zeit spart und Komfort bietet. 


Ein Verfahren für absolute Technologie-Enthusiasten, eine Idee aus einer anderen Welt – so sahen viele CEREC, als es vor mehr als 30 Jahren die restaurative Zahnheilkunde veränderte. Digitale Technologien haben inzwischen in viele Bereiche der zahnmedizinischen Praxis Einzug gehalten – auch in die Kieferorthopädie. Hier ist Dentsply Sirona als Innovations- und Technologieführer der Dentalbranche angetreten, um Workflows zu entwickeln, die den Kieferorthopäden und kieferorthopädisch tätigen Zahnärzten einen großen Mehrwert bieten.
Komplett digital: Abformung und Modellanalyse
Die ersten Meilensteine auf diesem Weg sind getan: Mit CEREC Omnicam, dem puderfrei arbeitenden Intraoralscanner, und der CEREC Ortho Software kann die digitale Abformung als Teil der Behandlung genutzt werden. Mit dem innovativ geführten Scan lässt sich binnen weniger Minuten ein digitales Modell des gesamten Kieferbogens erstellen. Ab sofort ist auf dieser Basis mit der CEREC Ortho Software 1.2 auch die Modellanalyse möglich. Dafür stehen die Platzanalysen nach Bolton, Moyers und Nance zur Verfügung. Dieser Schritt ist im Übrigen wie auch der Scan selbst an die Fachassistenz delegierbar. Der Kieferorthopäde kann anschließend diese Analyse prüfen, gegebenenfalls anpassen und dann für die Planung kieferorthopädischer Behandlungen und die Herstellung dafür erforderlicher Apparaturen exportieren. Dazu bietet die Software speziell angepasste Schnittstellen an. So kann der Kieferorthopäde mit verschiedenen Dienstleistern, zum Beispiel Labors und Herstellern von kieferorthopädischen Apparaturen, zusammenarbeiten.
Für besonderen Komfort im Arbeitsablauf sorgt die Möglichkeit, eine spezielle Software-Version auf dem Praxis-Computer zu installieren. Das versetzt den Behandler in die Lage, die Analyse und den Export der Daten dort vorzunehmen – die CEREC Omnicam steht auf diese Weise für Scans an weiteren Patienten sofort wieder zur Verfügung. Das macht den digitalen Prozess in der Praxis noch effizienter.
Patientenkomfort: Optimaler Start in die Behandlung
Die Digitalisierung verschiedener Arbeitsschritte in der kieferorthopädischen Praxis hat für den Patienten einen wichtigen Vorteil: Der digitale Scan der Kiefer mit der CEREC Omnicam bedeutet, dass das Abformen mit Löffel und Abformungsmasse entfallen kann – bei der in der KFO üblicherweise hohen Anzahl notwendiger Abformungen ein wichtiges Argument. Den Scan mit der CEREC Omnicam empfinden die Patienten als deutlich angenehmer. Die Behandlung kann zügig beginnen, da das Erstellen und Verschicken eines physischen Modells entfällt. Falls ein Modell für die herkömmliche Apparaturerstellung benötigt wird, lässt es sich jederzeit auf einem 3D-Drucker herstellen. Dies sorgt auch beim Behandler für mehr Komfort: Sollten Modelle beschädigt werden oder gar brechen, lassen sie sich einfach neu drucken, zudem wird deutlich weniger Lagerraum benötigt. Dazu verschafft der Scan den Zugang zur Welt der digitalen Fallplanung.
„Die Abformung mit der CEREC Ortho Software und der CEREC Omnicam Kamera war unser Einstieg in die digitale Kieferorthopädie. Mit der integrierten Modellanalyse machen wir nun den nächsten logischen Schritt und sorgen für echten Mehrwert in der Praxis, weil Zeit eingespart werden kann“, sagt Roddy MacLeod, Group Vice President CAD/CAM-Systems bei Dentsply Sirona. „Schon bald wird das Vermessen von Gipsmodellen mit Schiebelehren nur noch ein nostalgisches Gefühl sein. Der Weg zur vollständig digitalen KFO-Praxis hat allerdings erst begonnen und wird bei Dentsply Sirona in den nächsten Jahren weiterhin stark im Fokus bleiben.“