14. März 2021

Digitaler Workflow startet mit Online-Auftrag vom Zahnarzt an Zahntechniker

ERP Dental

Betriebswirtschaftliche Daten, die die Verwaltung von Patienten und deren Behandlung betreffen, werden zur Leistungsabrechnung beim Zahnarzt und beim Zahntechniker in verschiedenen Systemen verarbeitet. Die Aufnahme der Geometrie der Zahnsubstanz eines Patienten erfolgt beim Zahnarzt digital über Intraoralscan, Gesichtsscan, 3D-Röntgen u.a.m. Dabei entfällt der Umweg vom Abdruck über das Modell und den entsprechenden Extraoralscan.
Der Scan, welcher in der Zahnarztpraxis erstellt wird, liefert ohne Zwischenschritte die digitale Geometrie der Zahnsubstanz des Patienten in vektorieller Form. Diese Scan-Daten werden für die Behandlung und Versorgung des Patienten sowohl vom Zahnarzt als auch vom Zahntechniker genutzt.

Schnittstelle zwischen den Disziplinen
Streng genommen stellt die Aufnahme der Geometrie der Zahnsubstanz beim Zahnarzt den ersten Schritt im digitalen Workflow dar. An der Schnittstelle zwischen den zwei Disziplinen «Zahnärztliche Medizin» und «Zahntechnik» wünschen sich die Protagonisten mehr Unterstützung und «Hand-in-Hand» durch die von ihnen eingesetzten Systeme.

Digitalisierung in allen Bereichen?
Speziell bei der exakten Formulierung der Arbeitsaufträge vom Zahnarzt an den Zahntechniker wird oft noch Papier als Datenträger eingesetzt. An der Stelle ist die Branche noch weit weg von «Medizin 4.0» im Gesundheitswesen.
Oft fällt dem Zahnarzt die attributive Beschreibung des Behandlungswunsches schwer. Es sind Aspekte wie: Gebisssituation, Zahnfarbe, Art der Arbeit und nicht zuletzt auch die aktuell verfügbaren Materialien, bei denen dem Zahnarzt das gegenwärtige Know-how in der Zahntechnik fehlt. Bei Rückfragen muss der Zahntechniker nicht selten zum Telefon greifen und den Zahnarzt beraten.

Die Lösung – ein Online-Arbeitsauftrag
Bei dieser Lösung formuliert der Zahnarzt den Behandlungswunsch für seinen Patienten über einen Arbeitsauftrag. Denn digitale Geometriedaten zur Erstellung des Zahnersatzes durch den Zahntechniker reichen für den Arbeitsauftrag oft nicht aus. Dieser Arbeitsauftrag wird im zahntechnischen Labor als Begleitkarte genutzt. Auf diese Begleitkarte notieren sämtliche Mitarbeiter die ausgeführten Arbeiten. Im besten Fall wird nach Abschluss und Auslieferung der Arbeit dieses Dokument gescannt und archiviert. Vielleicht aber auch nur physisch archiviert oder direkt vernichtet.

Der digitale Workflow
Der durchgängige, digitale Workflow zwischen Zahnarzt und Zahntechniker ist heute auch zwischen unterschiedlichen Systemen möglich. Nicht zuletzt, weil überall eine Internetanbindung zur Verfügung steht und die Dienste cloudbasiert angeboten werden. Über sog. API (Application Programming Interface) können Daten unter den Systemen ausgetauscht und der Workflow effizient realisiert werden.
Für die Versorgung und Behandlung des Patienten – bei einem konkreten Arbeitsauftrag – werden nebst den Geometriedaten zusätzliche, beschreibende Daten benötigt. Daten, welche beispielsweise den Typ der Arbeit, die Angabe von Farbe und Oberflächenbeschaffenheit des Zahnersatzes, der anatomischen Form, der Passgenauigkeit des Implantats etc. beschreiben. Diese Daten können als Set von Parametern über den Online-Arbeitsauftrag an den Zahntechniker übermittelt werden. Da heutige Systeme miteinander kollaborieren und den durchgängigen Datenaustausch ermöglichen, eröffnet sich eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.


Musterdokument für einen Kostenvoranschlag.

www.erp-dental.ch

Kontakt:
Rolf H. Hirschi
Feinwerktechnik Ingenieur FH  
Gründer und Inhaber
ERP-Dental GmbH