Wissen wächst durch Dialog
Beim 2. SWID-Kongress in Zürich standen wissenschaftliche Exzellenz, interdisziplinärer Austausch und persönliches Networking im Mittelpunkt.

Der 2. Kongress von Swiss Women in Dentistry (SWID) hat einmal mehr gezeigt, wofür das Netzwerk steht: hochwertige Fortbildung, die Förderung von Frauen in der Zahnmedizin und eine starke fachliche Vernetzung. Am 20. Juni bot der Kongress an der Fernfachhochschule Schweiz in Zürich ein abwechslungsreiches Programm, das wissenschaftliche Aktualität mit Denkanstössen über den Tellerrand der Zahnmedizin hinaus verknüpfte. Referierende aller vier Schweizer Universitäten sowie erfahrene ZahnärztInnen aus der Privatpraxis präsentierten aktuelle Erkenntnisse aus Wissenschaft und klinischem Alltag. Durch den Kongress führte SWID- Präsidentin Dr. Dr. Sandra Fatori.

Nach ihrer Begrüssung startete Prof. Dr. Susanne Scherrer (Genf) mit einem Vortrag über Brüche von Zirkoniumoxid-Connectors. Anschliessend stellte Med. Dent. Viktoriya Plyeshakova moderne regenerative Therapieansätze bei Parodontaltaschen vor. Einen neuen Blick auf die Ursachen gingivaler Erkrankungen vermittelte Prof. Dr. Michael Bornstein (Basel). Assoc. Prof. Dr. Gülce Çakmak (Bern / Berlin) zeigte, wie sich digitale Planung und klinische Umsetzung zu einem vorhersagbaren Workflow in der Einzelimplantattherapie verbinden lassen.
Am Nachmittag spannte das Programm den Bogen von Fachthe-men hin zu gesellschaftlichen Fragestellungen. PD Dr. Blend Hamza (Zürich) widmete sich der Therapie unterminierender Resorptionen in der Kinderzahnmedizin. Einen bewusst fachübergreifenden Akzent setzte Christoph Tremp (Swiss Life) mit seinem Vortrag zur weiblichen Altersarmut. Er beleuchtete strukturelle Ursachen und zeigte auf, weshalb finanzielle Vorsorge gerade für Zahnärztinnen ein wichtiges Thema darstellt.

Den Schlusspunkt setzte PD Dr. Valerie Suter (Bern) mit einem Beitrag zur Koronektomie als Alternative zur vollständigen Weisheitszahnentfernung.
Der 2. SWID-Kongress hat wieder einmal bewiesen, wie wichtig solche Plattformen für den fachlichen Austausch und die Vernetzung von Zahnärztinnen sind – und dass SWID sich als feste Grösse in der Schweizer Dentalbranche etabliert hat.Für 2027 sind schon weitere spannende Events geplant.
