24. März 2026Work smarter, not harder in der Endodontie

Effiziente Endo-Konzepte, smarte Technologien und Fortbildung

Im Rahmen der Veranstaltung von Fortbildung Zürichsee «Update Clinical Dentistry» vom 8. bis 15. März 2026 in St. Moritz referierte Dr. Mauro Amato zum Thema «Work smarter, not harder in Endo». Im Interview spricht er darüber, wo im Praxisalltag Zeit verloren geht und welche Stellschrauben wirklich einen Unterschied machen.

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Dr. Amato
Wurzelkanalfüllung mesio-bukkal.

Herr Dr. Amato, Ihr Vortrag hatte den Titel «Work smarter, not harder in Endo» Was verstehen Sie darunter konkret im Praxisalltag?
Amato: Viele Wege führen nach Rom – die Endodontie ist ein gutes Beispiel dafür. Jeder Behandler arbeitet mit eigenen Protokollen und Abläufen. Entscheidend ist, eine kleine, sinnvolle Auswahl an Instrumenten zu nutzen, die in den meisten Fällen zuverlässig funktioniert.

Wo liegen Ihrer Erfahrung nach die grössten Zeit- und Energieverluste bei endodontischen Behandlungen?
Amato: Eine sorgfältige Diagnostik mit Bildgebung und klinischer Untersuchung verhindert Überraschungen während der Behandlung. Kanäle werden jedoch oft übersehen, was zu Frustration, zusätzlichem Zeitaufwand und höheren Kosten für den Patienten führt.

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Monika Mueller Binningen/

Dr. Mauro Amato

Moderne Technologien

Welche drei Massnahmen haben in Ihrer eigenen Praxis den grössten Effizienzgewinn gebracht?
Amato: Mein Weg begann mit dem Einsatz des Mikroskops – plötzlich wurde die komplexe Anatomie sichtbar. Moderne Aufbereitungsfeilen in Kombination mit Motoren mit integrierter Endometrie helfen, Fehler zu vermeiden. Oft reichen Systeme mit wenigen Feilen aus. Der wichtigste Teil bleibt jedoch die Desinfektion: Die Aktivierung der Spüllösung kann in bestimmten Fällen entscheidend sein.

Welche Rolle spielen moderne Technologien bei der «smarten Arbeit» in der Endodontie?
Amato: Digitale Hilfsmittel können uns zunehmend unterstützen, auch wenn KI in der Endodontie noch wenig integriert ist. Dreidimensionale Bildgebung, endometrische Längenbestimmung oder Vergrösserungshilfen helfen, versteckte Strukturen sicher zu erkennen. Für komplexe Fälle braucht es mehrere Optionen im Werkzeugkasten.

Die Rolle des Praxisteams

Wie wichtig ist das Praxisteam für effiziente Endo-Behandlungen – und was wird häufig unterschätzt?
Amato: Ein eingespieltes Team steigert die Effizienz bei jeder Behandlung. Die Assistenz sollte aktiv eingebunden sein und über einen Monitor mitverfolgen können, was passiert. Nur so versteht sie die Abläufe und kann vorausschauend unterstützen.

Haben Sie einen konkreten Tipp, wie sich Endo-Behandlungen effizienter gestalten lassen?
Amato: Die Entwicklungen im Endo-Bereich waren in den letzten Jahren enorm. Bleiben Sie up-to-date und integrieren Sie sinnvolle Neuerungen in Ihre Abläufe. Das macht mehr Spass – und wer Freude an der Arbeit hat, erzielt eindeutig bessere Behandlungsergebnisse.

Danke für das Interview, Herr Dr. Amato.